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Gedeckter Galatisch beim Uhrenhersteller Audemars Piguet
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ZU GAST BEI … AUDEMARS PIGUET

- von Philipp Demeter

Sieht man von Patek Philippe und Rolex ab, gibt es wohl keinen anderen Uhrenhersteller, der ähnliche Sehnsüchte weckt wie Audemars Piguet. Die einmalige Erfolgsgeschichte begann 1875 und erreicht mit der Vorstellung des Modells Audemars Piguet Royal Oak Concept Tourbillon Chronograph Openworked Selfwinding, einem Meisterwerk der Technik und Uhrmacherkunst, ihren vorläufigen Höhepunkt.

 

1875 begann der als Repasseur tätige Jules-Louis Audemars, gelegentlich unterstützt durch seinen Freund und Kollegen Edward-Auguste Piguet, eigene Uhren anzufertigen. Nachdem sich schnell erster Erfolg einstellte, gründeten die beiden im Jahr 1881 gemeinsam die Firma „Audemars, Piguet & Cie“ und produzierten von da an komplizierte Taschenuhren. Noch heute ist der Sitz des mittlerweile als „Audemars Piguet Holding S.A.“ firmierenden Unternehmens im Gründungsort Le Brassus im Vallée de Joux, der Wiege der Schweizer Luxusuhrenbranche.

 

Die Geschichte der Firma ist von Innovationen geprägt. Um nur einige Highlights zu nennen:

  • die erste Armbanduhr mit Minutenrepetition (1892),
  • die erste Armbanduhr mit ewigem Kalender und Schaltjahresanzeige (1955) oder
  • die erste Tourbillon-Uhr mit Automatikwerk (1986).

 

Das wohl bekannteste Modell ist die Royal Oak. Entwickelt im Jahr 1972 von Gerald Genta, um der drohenden Quarzkrise entgegenzuwirken, gilt die Royal Oak heute als eines der bekanntesten und begehrtesten Uhrmodelle überhaupt. Ein zeitloser Klassiker mit einer nie dagewesenen Erfolgsgeschichte. Vor allem die älteren Modelle sind bei Sammlern sehr begehrt. Am 23.11.2018 wurde ein Modell der „A-Serie“ - der ersten jemals gefertigten Tranche an Royal-Oak-Uhren in Stahl (2.000 Stück) - bei einer Onlineauktion des Dorotheum für 34.000 Euro verkauft.

 

Im Jahr 1993 wurde das Modell Royal Oak Offshore als Weiterentwicklung des Klassikers präsentiert. Markanteste Änderung sind wohl die Maße der Uhr: 42 mm Durchmesser für eine Herrenuhr stellten damals ein Novum dar, was auch den Spitznamen „The Beast“ für dieses Modell erklärt. Mittlerweile dürfen 42 mm fast schon als Standardmaß für Herrenarmbanduhren angesehen werden. Selbst deutlich größere Modelle sind keine Seltenheit. Auch die Offshore-Modelle erfreuen sich großer Beliebtheit. Am 07.06.2019 wurde ein Royal Oak Offshore Quantieme Perpetual Chronograph bei einer Uhren-Sonderauktion des Dorotheum um 56.550 Euro versteigert.
 


Pünktlich zum 30. Geburtstag des „Urmodells“ lancierte Audemars Piguet im Jahr 2002 mit der Royal Oak Concept-Modellreihe eine weitere Entwicklungsstufe des Klassikers. Neben einem neuen, fast schon radikalen Gehäusedesign zeichnet sich dieses Modell durch modernste Mikromechanik und technische Details wie dem Tourbillon aus. Die Uhren gibt es ausschließlich skelettiert, sodass das hochkomplexe Uhrwerk ersichtlich ist.

 

Die Geschichte der Innovation von Audemars Piguet gipfelt im neuen Audemars Piguet Royal Oak Concept Tourbillon Chronograph Openworked Selfwinding. Skelettierte Uhren verfügen meist über einen Handaufzug, da der wuchtige Rotor eines automatischen Aufzugs den Blick ins Uhrwerk stören würde. Dieses Modell verfügt über einen automatischen Aufzug. Der eigens entwickelte Rotor läuft fast unsichtbar auf einem Zahnkranz um das Uhrwerk herum. Auch das Tourbillon ist spektakulär. Es besteht aus 88 Einzelteilen und wiegt dabei gerade mal 0,408 Gramm. Alleine um das Tourbillon zu montieren, braucht ein Uhrmacher drei Tage Zeit.


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