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Interview

3 FRAGEN AN ... CHRISTIAN MORAWA

"Der Werterhalt ist für uns ein wichtiger Spiegel der Attraktivität unserer Fahrzeuge." Christian Morawa, CEO von BMW Austria, schildert im Gespräch mit dem DOROTHEUM Auto-Pfand-Experten die Bedeutung von Innovation und Weiterentwicklung, aber auch von Kompromisslosigkeit, für den Qualitätsanspruch der Premiummarke und für den Standort Österreich: Jeder zweite BMW und MINI weltweit fährt mit einem Motor aus Österreich.

Redaktion

BMW hat sich in Österreich vor einigen Jahren bei den Verkaufszahlen im Premium-Segment an die Spitze gesetzt und wird auch 2019 dieses Segment anführen. Das spiegelt sich auch im Service von DOROTHEUM Pfand wider, wo Premiummarken ebenfalls sehr präsent sind. Was ist euer Erfolgsgeheimnis?

Christian Morawa

Es gibt eine Reihe von Gründen für unsere Erfolgsgeschichte in Österreich. Wir bieten aktuell eine wohl einzigartige und attraktive Modellpalette, die für jeden Geschmack das richtige Fahrzeug bietet. Vom BMW i3 – unserem innovativen Elektroautomobil – über unsere einzigartige Palette an Hybrid-Fahrzeugen bis zum Supersportler aus unserem BMW M Angebot. Darüber hinaus verfügen wir über ein sehr effektives Netz an professionellen und motivierten Händlerpartnern. Und natürlich schätzen unsere Kunden auch unser immenses Engagement in den Wirtschaftsstandort Österreich. Wir produzieren in unserem BMW Motorenwerk in Steyr über 1,2 Millionen Motoren im Jahr, das bedeutet, dass jeder zweite BMW und MINI weltweit mit einem Motor aus Österreich unterwegs ist. Wir sichern über 10.000 attraktive Arbeitsplätze und investieren seit über 40 Jahren umgerechnet über 1 Million Euro pro Arbeitstag in Österreich. Damit sichern wir Wohlstand und tragen massiv dazu bei, den Wirtschaftsstandort Österreich noch konkurrenzfähiger zu machen.

Redaktion

Im Zuge der Fahrzeug-Bewertungen für unsere Firmen- und Privatkunden stellen wir bei BMW-Modellen immer wieder einen sehr hohen Werterhalt fest – in 15 Prozent aller Finanzierungen dient ein BMW-Modell als Wertsicherung. Worin liegt die Herausforderung für eine Premiummarke wie BMW, um dieses hohe Niveau in der Bewahrung des Wertes halten zu können?

Christian Morawa

Der Werterhalt ist für uns ein wichtiger Spiegel der Attraktivität unserer Fahrzeuge. Es freut uns sehr, dass unsere Fahrzeuge hier nachhaltig Spitzenwerte erzielen. Die Herausforderung ist groß – daher arbeiten wir jeden Tag daran, unser Angebot permanent weiterzuentwickeln, neue, sinnvolle Innovationen zu bringen und dabei immer kompromisslose Qualität zu liefern. Dazu ist es unumgänglich in Forschung und Entwicklung zu investieren, die besten Mitarbeiter zu finden und die attraktivsten und konkurrenzfähigen Produkte zu liefern – denn letztendlich entscheidet der Kunde über Erfolg oder Misserfolg!

Redaktion

Wie blickt BMW / MINI in die Zukunft – wenn man einerseits künftige Modelle und deren Antriebsformen und andererseits den Produktionsstandort Österreich betrachtet?

Christian Morawa

Die BMW Group ist Technologieführer in der Automobilindustrie und hat seit jeher künftige Entwicklungen und Technologien im Fokus. Mit aktuell zwölf elektrifizierten Automobilen gehört die BMW Group zu den führenden Anbietern weltweit. Für den Anteil an elektrifizierten Fahrzeugen haben wir klare Ziele: in Europa sollen es 2021 bereits ein Viertel aller verkaufter Fahrzeuge der BMW Group sein. 2025 sollen sie bereits ein Drittel und 2030 die Hälfte aller in Europa verkauften Fahrzeuge ausmachen. Um dies zu erreichen werden wir ab 2023 25 elektrifizierte Automobile anbieten. Neben Hybrid-Fahrzeugen sollen davon bereits mehr als die Hälfte vollelektrisch sein. Das bedeutet aber auch, dass Benzin und Dieselantriebe künftig weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Um die Produktion in Österreich braucht sich also niemand zu Sorgen. In unserem Entwicklungszentrum in Steyr werden wir weiterhin an neuen, effizienten Dieselmotoren arbeiten. Gleichzeitig forschen wir an Komponenten für E-Antriebe. Die Antriebe der Zukunft kommen also auch aus Österreich.

Die Fragen stellte Christian Waldhäusl.


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