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Rolex Submariner Modell mit Kaliber 3230
Rund ums Pfand

ROLEX SUBMARINER – AUS DER TIEFE DES MEERES, AUF HÖHE DER ZEIT

- von Bettina Krankl

Mit überarbeiteter Ausstattung hat Rolex soeben die jüngste Generation an Taucherarmbanduhren präsentiert: die neue Oyster Perpetual Submariner und die neue Oyster Perpetual Submariner Date – Anlass genug für einen kleinen Exkurs in die Entstehungsgeschichte dieser Rolex-Ikone.
 

Rolex und die Tauch-Pioniere

"Wir müssen einen Weg finden, wie wir eine wasserdichte Armbanduhr entwickeln können."

Was Rolex-Gründer Hans Wilsdorf 1914 in einem Brief an den Uhren- und Werke-Hersteller Aegler, mit dem Rolex zusammenarbeitete, als Wunsch formulierte, sollte zwölf Jahre später Realität werden: Mit der Entwicklung der ersten patentierten wasserdichten Armbanduhr der Welt unter dem Namen Oyster (mit der englischen Bezeichnung wollte man an die Verschlossenheit einer Auster erinnern) begann für Rolex die ebenso historische wie legendäre Verbindung mit der Welt des Tiefseetauchens.

Zunächst aber wusste Wilsdorf seine Erfindung bei einem sportlichen Ereignis anderer Art historisch zu inszenieren:

1927 unternahm Mercedes Gleitze als erste Britin den Versuch, den Ärmelkanal schwimmend zu durchqueren. Zwar sollte der Rekordversuch witterungsbedingt nach über zehn Stunden im eisigen Gewässer scheitern, einen "Sieg" gab es aber dennoch zu verzeichnen: Während ihrer beachtenswerten Leistung trug Gleitze eine Rolex Oyster, die den Versuch ebenfalls unbeschadet überstand. Der Beweis für die Wasserdichtheit der Oyster war eindrucksvoll erbracht und Gleitze aufgrund der folgenden Medienberichte ("Rolex Oyster: The Wonder Watch that Defies the Elements") zur ersten Botschafterin der Marke Rolex geworden.

Was Pionierleistungen von Tauchern anbelangt: Für diese ist es überlebenswichtig, dass sie allzeit die Uhrzeit eindeutig ablesen können. Das Tiefsee­tauchen mit Druckluft­tauchgeräten kam so richtig Anfang der 1940er-Jahre auf. Damit einher gingen einschneidende Veränderungen in der Tiefseeforschung. Rolex hatte 1926 das Oyster-Gehäuse patentieren lassen und konnte so eine Vorreiterrolle in der technischen Entwicklung und Fertigung von wasserdichten Armbandchronometern einnehmen.

Was folgte, waren intensive Experimente, u. a. mit den Pionieren des Tiefseetauchens, um eine Armbanduhr entwickeln zu können, die perfekt auf die Bedürfnisse von Tauchern zugeschnitten war. Sie gipfelten 1953 in der Präsentation der Submariner als erste bis zu einer Tiefe von 100 Metern wasserdichte Taucheruhr.

Die nächste Version ließ nicht lange auf sich warten. Bereits 1954 war die Submariner in einer bis zu einer Tiefe von 200 Metern wasserdichten Version erhältlich. Weitere technische Innovationen sollten folgten, wie etwa die Leuchtscheibe auf dem Stundenzeiger und ein Kronenschutz.

Date in der Tiefsee

1969 schließlich wurde die erste Submariner Date präsentiert: Das Rolex-Modell verfügte über eine Datumsanzeige, ihre Wasserdichtheit war damals bis zu einer Tiefe von 200 Metern garantiert.

Das Zifferblatt der Submariner und der Submariner Date ist besonders klar und einfach gestaltet, um ein zuverlässiges Ablesen der Zeit zu gewährleisten. Stunden- und Minutenzeiger sind in Größe und Form deutlich unterscheidbar, sie tragen ebenso wie die in geometrischen Grundformen gestalteten Indizes zur Vermeidung jeglicher Verwechslungsgefahren bei. Zeiger und Indizes beider Modelle sind mit einer blauen Leuchtmasse versehen, die, ebenso wie der damit gefüllte Chaton auf der Lünette (auf dem Dreieck oberhalb der 60. Minute) ein langes Nachleuchten in lichtarmer Umgebung ermöglicht („Chromalight-Anzeige“).
 

Apropos Lünette: Rolex war auch prägend für die Entwicklung innovativer Spezialkeramik-Komponenten zur Fertigung von Monoblock-Lünetten und -Zahlenscheiben. Diese farbintensiven Materialien zeichnen sich durch extreme Kratzfestigkeit aus. Die in eine Richtung drehbare Lünette der neuen Ausführungen der Submariner und Submariner Date verfügen über eine Cerachrom-Zahlenscheibe mit 60-Minuten-Graduierung in schwarzer, blauer oder grüner Keramik, auf der Taucher die Tauchzeit exakt ablesen können. Mit dem gezackten Außenrand wird eine sehr gute Griffigkeit, selbst mit Taucherhandschuhen, geboten.
 

Gold trifft Edelstahl

1933 ließ sich Rolex den Namen Rolesor schützen. Er steht für eines der unverwechselbaren Markenzeichen der Marke und bezeichnet eine Kombination aus den Materialien Gold und Stahl. Das Zusammenspiel von Eleganz in Form von 18 Karat Gold und robuster Leistungsfähigkeit durch eigens legierten Edelstahl („Oystersteel“) ist es wohl auch, das den besonderen Reiz aller Rolex-Uhren, wie auch der neuen Ausführung der Submariner Date in Rolesor gelb ausmacht: Lünette, Aufzugskrone und Mittelelemente des Armbands sind in 18 Karat Gelbgold gefertigt, Mittelteil und Außenelemente des Armbands hingegen bestehen aus Edelstahl Oystersteel.

Perfekten Schutz bietet das Oyster-Gehäuse, das zu einem Symbol für Wasserdichtheit geworden ist. Die neuen Ausführungen der Submariner und der Submariner Date bieten vollkommen wasserdichte Gehäuse (garantiert bis zu 300 Meter Tiefe), verfügen über ein leicht vergrößertes Gehäuse mit einem Durchmesser von 41 mm und schützen die technischen Meisterwerke in ihrem Inneren – das heuer eingeführte Uhrwerk Kaliber 3230 beziehungsweise Kaliber 3235 („Chronergy-Hemmung“), u. a. mit kratzfestem Saphirglas mit typischer Zyklop-Lupe. Zugang zum Uhrwerk hat man übrigens ausschließlich mit einem Spezialschlüssel, der ein Aufschrauben des fein geriffelten Gehäusebodens ermöglicht.

Abschließend sei die Oysterlock-Sicherheitsfaltschließe erwähnt, mit der das Oyster-Band der neuen Submariner und Submariner Date ausgestattet ist. Auch dieses Ende der 1930er-Jahre entwickelte dreireihige Armband (mit Rolex Glidelock-Verlängerungssystem) weist eine besondere Robustheit auf. Die patentierte Sicherheitsfaltschließe verhindert ein versehentliches Öffnen.

Auch wenn die Submariner inzwischen ihrem ursprünglichen Element, dem Meer, entwachsen und zum Klassiker geworden ist, steht sie nach wie vor für leistungsfähige, sportliche Funktionsuhren – unter Wasser wie an Land.
 

Tipp:

Uhren der Marke Rolex werden aufgrund ihrer Wertbeständigkeit gerne dafür verwendet, um bei DOROTHEUM Pfand einen kurzfristigen Pfandkredit zu erhalten. Frag unsere SchätzmeisterInnen!


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