Zur Übersicht Unsere Autoren
Pfand - Das Magazin Unsere Autoren Zur Übersicht
Gold verkaufen
Rund ums Pfand

GOLD VERKAUFEN, ABER SICHER!

In Zeiten steigender Goldpreise scheinen sie wie Pilze aus dem Boden zu schießen: Goldankäufer* haben bei starkem Goldkurs Hochsaison. Doch nicht jeder Goldhändler, der sich selbst als "seriös" bezeichnet, ist es auch. Aktuell hört man wieder vermehrt von schwarzen Schafen unter Schmuck- und Goldaufkäufern oder liest über Abzocke beim Gold Ankauf. Für uns Grund genug, dich mit den wichtigsten Basics zu versorgen, wie du dein altes Gold ohne Schwierigkeiten zu Geld machen kannst. Erfahre in diesen Key-Facts alles, was du wissen musst für mehr Sicherheit beim Gold Ankauf.

Drei Kernfragen zum Gold Ankauf

  1. Wie wird der Wert von Gold gemessen?
  2. Woran erkenne ich seriöse Goldankäufer?
  3. Wann ist ein Auktions- oder Pfandhaus die bessere Wahl?

„Wir zahlen Höchstpreise für Ihr Gold!", "Acht Prozent über dem Tageskurs“: Mit solchen und ähnlichen Versprechen locken Anzeigen im Internet, Postwurfsendungen oder ins Autofenster gesteckte Visitenkarten so mancher (Pop-up-)Goldankäufer. Allein, die Realität sieht vielfach anders aus. Überzahlungen werden nicht eingehalten, bei der Zuordnung des Goldgehaltes kommt es zu vermeintlichen Irrtümern und Fehlern, alles zum Nachteil der KundInnen. Das führt uns zur grundsätzlichen Frage:

1. Wie wird Gold überhaupt gemessen?

Die Bemessung von Gold und anderen Edelmetallen basiert auf den bestimmenden Faktoren für Quantität (Gewicht) und Qualität (Feingehalt). Die Gewichtsangabe von Gold wird übrigens durch die Fein- oder Troy-Unze definiert (1 Feinunze = 31,1034768 Gramm). Als erste Orientierung kannst du deinen Goldschmuck zu Hause durchaus schon mal auf einer digitalen Küchenwaage abwiegen und dir die Gramm notieren.

Der Feingehalt ist auf Schmuckstücken anhand der Punzierung ersichtlich. Er beschreibt bei Legierungen das Verhältnis vom reinen Edelmetall zu den unedlen Teilen. Falls du eine Lupe zur Hand hast, kannst du nach diesen eingeprägten Zahlen Ausschau halten: Gold 750 (früher 18-Karat) und Gold 585 (früher 14 Karat).

Es gibt auch Schmuckstücke aus Drittländern, auf denen sich kein Feingehaltsstempel findet. In diesem Fall wird der korrekt prüfende Händler gängige Tests und Proben vornehmen und Zollunterlagen vor dem Ankauf verlangen.

Gesetzt den Fall, dass der Feingehalt falsch zugeordnet und beispielsweise dein Schmuckstück mit 750 Feinanteilen Gold nur mit 585 berechnet wird, wirst du allein aufgrund dieses "Irrtums" schon mal 20 Prozent weniger dafür angeboten bekommen. Auch falsche Gewichtsbestimmungen gehören zu den gängigen Tricks, wie Tests der Konsumentenschützer leider immer wieder aufzeigen.

Link-Tipp:

Wenn du mehr zum Thema Feingehalt und amtliche Prüfstempel bei Gold und Schmuck erfahren willst, empfehlen wir dir den Blog-Beitrag unserer Schätzmeisterin Wie erkenne ich echten Schmuck aus Gold und Silber?


Nach Prüfung von Feingehalt und Gewicht setzen seriöse Händler einen Materialwert fest, der sich am Goldpreis pro Gramm, angelehnt an die aktuellen Tageskurse, orientiert.

2. Wie kann ich erkennen, ob ein Gold Ankäufer seriös ist?

Gerade wenn es um finanzielle und, wie es bei Schmuck häufig der Fall ist, oft auch um sehr persönliche Werte geht, spielt Vertrauen eine große Rolle. Welchem Anbieter du dein Vertrauen schenkst, entscheidet letztendlich auch über den Geldbetrag, den du für deine veräußerten Wertgegenstände aus Edelmetall erhalten wirst. Nun ist, wie eingangs erwähnt, die Zahl an Goldankäufern nicht gerade klein. Doch wie die Spreu vom Weizen trennen, wie etwaige Schwindler von seriösen Anbietern unterscheiden? Und wann ist besondere Vorsicht geboten?

Hände weg von mobilen Händlern ohne festen Firmensitz: Sie bieten ihre Geschäfte gerne nur auf einen Tag beschränkt an, in kurzfristig angemieteten Räumlichkeiten oder Lokalen und setzen ihre KundInnen dadurch unter Druck. Insbesondere bei online werbenden Goldankäufern solltest du das auch auf deren Websites prüfen: Handelt es sich um ein stationäres Geschäft? Mit fixem Firmensitz, eindeutiger Adresse? Achte im Speziellen darauf, dass ein Impressum (gut auffindbar) platziert ist und sich alle vorgeschriebenen Angaben darin finden. Online veröffentlichte AGB und Gebührentarife sind ein Hinweis für Transparenz in der Geschäftsgebarung. 

Schau dich im Verkaufslokal um: Wie transparent ist der Goldhändler bei der Kursbildung? Siehst du als KundIn die Anzeigen und Displays der geeichten Waagen? Werden Kosten klar kommuniziert? Siehst du einen Aushang? Gibt es ein Gütesiegel?

Schätzmeister mit Lupe

Adobe Stock/Nejron Photo

Auf Nummer sicher gehst du in renommierten Traditionshäusern, wo dir ausgewiesene SchätzmeisterInnen und ExpertInnen für eine kompetente Beratung zur Verfügung stehen und dir eine realistische und die individuell beste Verwertungsmöglichkeit für Goldmünzen, Goldbarren und Goldschmuck aufzeigen.

Ein seriöser Goldankäufer wird dir sein Angebot außerdem stets kostenlos und unverbindlich unterbreiten. Achte ganz einfach darauf, dass dir wieder die korrekte Stückzahl deines Schmucks retourniert wird und lass keinerlei Zeitdruck auf dich ausüben. Ist dies nicht der Fall, sollten schon deine Alarmglocken klingen. Jedenfalls solltest du dir die Zeit nehmen und in aller Ruhe über das Angebot nachdenken, dich erst entscheiden, wenn du mehrere Angebote eingeholt und verglichen hast. Auch ein kurzer Check der Website oder Google-Rezensionen können dich bei deiner finalen Entscheidung zusätzlich unterstützen.

3. Wann ist ein Auktions- oder Pfandhaus die bessere Wahl?

Machen wir uns nichts vor: Bei reinen Goldankäufern wird dein altes Gold beziehungsweise dein gebrauchter Schmuck eingeschmolzen, mehr als den reinen Materialwert des Edelmetalls wirst du hier nicht erhalten. Du hast also gar keine Chance, eventuell mehr als den aktuellen Tageskurs für dein Gold zu bekommen. Sind in dein Schmuckstück auch Steine eingearbeitet? Handelt es sich um eine bestimmte Marke? Ist die Verarbeitung von hoher Qualität? Solche Faktoren spielen für reine Goldhändler keine Rolle bei der Bewertung. Doch es gibt lukrative Alternativen!

Das Auktionshaus ist seit jeher ein beliebter Treffpunkt für SammlerInnen und Fans von Schmuck-Unikaten, also gebrauchten Stücken mit einem gewissem Liebhaber- und Seltenheitswert. Sie sind es auch, die im Eifer des Bietergefechts bei Auktionen sogar mehr bezahlen als von den ExpertInnen geschätzt und den Preis - und somit deinen Erlös - in die Höhe treiben.

Das Pfandhaus kann eine weitere Alternative zum Verkauf sein. Es empfiehlt sich vor allem dann, wenn du kurzfristig einen finanziellen Engpass hast und Gold, Münzen oder Schmuck als Sicherstellung für ein rasches Darlehen verwenden möchtest. Der Vorteil: Die Wertgegenstände bleiben in deinem Eigentum und du kannst sie nach Ende der Laufzeit wieder auslösen.

Tipp:

Ein seriöses Pfandhaus erkennst du unter anderem am Gütesiegel des Fachverbands Finanzdienstleister.


In Österreich ist das Dorotheum der größte Marktplatz für gebrauchten Schmuck und Edelmetalle. Bei einer Beratung erfährst du von kompetenten Schätzmeisterinnen und Schätzmeistern, wie die Verkaufschancen für deinen Goldschmuck am Markt eingeschätzt werden, auch der Besatz mit Brillanten und Edelsteinen sowie die Fasson werden hier bei der Bewertung mitberücksichtigt. Wird dein Altgold als nicht mehr verkäuflich, also als sogenanntes Bruchgold eingeschätzt, bist du mit dem Gold Ankauf im Dorotheum ebenfalls in kompetenten Händen.
 

*Goldankäuferinnen sind in diesem Text immer mitgemeint.

Mehr zum Thema Gold, Gold Ankauf, Gold Pfand & Auktionen erfährst du mit unserem Newsletter:

* Pflichtfeld: Bitte ausfüllen.

Das könnte dich auch interessieren

Kommentare anderer Nutzer

Kommentiere als Erste(r) diesen Artikel!

Schreib uns einen Kommentar

* Pflichtfelder

Bleib am Laufenden - abonniere den kostenlosen Newsletter von pfand – Das Magazin:

*Pflichtfeld Bitte ausfüllen