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Frau begutachtet einen Diamanten
Experten-Wissen

MIT "4 C" DIAMANTEN BEWERTEN

- von Philipp Demeter

Nach welchen Kriterien ein Diamant geschätzt wird

Das Wort Diamant stammt vom griechischen Wort „adamas“ und bedeutet DER UNBEZWINGBARE. Die Wortherkunft leitet sich von der Härte ab. Der Diamant ist nicht nur der härteste Edelstein, den wir kennen, sondern – denken wir an klassische Verlobungsringe – auch einer der wichtigsten. Im Zusammenhang mit Diamanten hört man auch immer von den „4 Cs“, also Carat, Clarity, Color und Cut - manchmal noch ergänzt durch Confidence als fünftes C. Doch was hat es damit auf sich und wie bestimmt sich der Wert eines Diamanten?

Carat (auch metrisches Carat genannt) bezieht sich auf das Gewicht des Steins. Ursprünglich war ein Carat das Gewicht eines getrockneten Samens der Frucht des Johannisbrotbaumes (ceratonia siliqua). Das metrische Carat wurde 1875 nach der Meterkonvention eingeführt. Ein metrisches Carat = 0,2g. Ein „5-Caräter“ wiegt somit gerade mal ein Gramm.

Da ein Diamant ein konstantes spezifisches Gewicht hat, dient das Gewicht auch häufig dazu, die Größe des Steins zu beschreiben. Ein Diamant im Brillantschliff mit einem Gewicht von 1,00 ct hat, bei perfekten Proportionen (siehe Cut), einen Durchmesser von 6,5 mm.

 

Bei Clarity handelt es sich um die Reinheit des Steins. Diese wird durch den geübten Fachmann mit einer 10-fachen Vergrößerung mittels einer aplanatischen und achromatischen Lupe (verzerrungs- und farbfehlerfrei) unter einer geeigneten Lichtquelle festgestellt. Deshalb bezieht sich auch der höchste Reinheitsgrad nicht auf „absolut reine“, sondern auf „lupenreine“ Steine.

 

 

Color beschreibt die Farbe des Steins. Die Farbpalette reicht von farblosen bis zu farbigen Steinen, den sogenannten Fancy Diamanten. Die meisten Diamanten sind im Bereich zwischen farblos und schwach gelb bzw. braun angesiedelt. Die gelbe Farbe wird durch Stickstoffeinschlüsse im Kohlenstoff-Kristallgitter bedingt. Interessant ist, dass die Skala mit D und nicht mit A beginnt. Das liegt daran, dass man sich bei der Einführung dieses Systems die Möglichkeit offenlassen wollte, einen „noch weißeren“ Stein zu graduieren, als alle, die zu diesem Zeitpunkt existierten. Ein solcher Stein wurde jedoch noch nicht gefunden …

 

 

Der Cut, also der Schliff, ist das für den Laien wohl komplexeste Merkmal. Es ist jedoch nicht minder wichtig. Der Cut beschreibt den Schlifftypen (beispielsweise Brillantschliff), aber auch die Schliffgüte. Diese setzt sich aus den Proportionen, der Symmetrie und der Politur des Diamanten zusammen. Der Schliff ist vor allem im Hinblick auf die Brillanz und „das Feuer“ des Steins wichtig und wird auf einer Skala von „exzellent“ bis „mittel“ graduiert.

 

 

Das Dorotheum ergänzt die oben beschriebenen Punkte um ein fünftes C. Das steht für Confidence, also Vertrauen. Vertrauen ist die Philosophie des Dorotheum und damit der Vorteil des Kunden.

Aber wie wirken sich diese Faktoren auf den Preis aus?

Durch die Kombination der verschiedenen Faktoren (der 4Cs) ergeben sich beim Diamanten enorme Preisunterschiede. Durch die intensive Ausbildung sind die SchätzmeisterInnen des Dorotheum geschult, die feinen Unterschiede zu erkennen und den Diamanten fachmännisch zu bewerten.

 

Tipp:

Ihr wollt wissen, was euer Schmuckstück oder Edelstein wert ist? Ihr braucht ein Gutachten beziehungsweise ein Zertifikat? Dann sind die FachexpertInnen in unserem Juwelenlabor für euch da! Mit dem Dorotheum Juwelenlabor verfügt unser Unternehmen über ein renommiertes gemmologisches Labor und Sachverständigenbüro mit modernen wissenschaftlichen Geräten. Übrigens: wir sind auch Mitglied im Diamant Club Wien (DCW) – Member of the World Federation of Diamond Bourses (WFDB).

 

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Philipp Demeter
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